Fragen und Antworten zum Kalbfleischmarkt
Die Produktionsmengen für Kalbfleisch sinken (an sich keine Überraschung, da eine starke Koppelung mit dem strukturell sich wandelnden Milchmarkt besteht). Wird die Abhängigkeit vom Milchmarkt auch in Zukunft so bleiben oder sucht man vermehrt Produktionswege, welche sich unabhängig vom Milchmarkt besser auf die Nachfragespitzen ausrichten lassen?
Der Rückgang der Kalbfleischmengen bewirkt, dass Angebot und die Nachfrage im ersten halben Jahr ins Gleichgewicht oder sogar zu einem Überschuss kommen. Im zweiten Halbjahr wird der Markt falls nötig mit Importkontigenten, die durch Proviande zu bewilligen sind, abgedeckt.
Der Kalbfleischkonsum war in den letzten Jahren fast stetig sinkend. Lässt sich das primär durch die Konsumgewohnheiten der Bevölkerung erklären oder gibt es hier andere bzw. spezifischere Gründe für den tieferen Konsum pro Kopf?
Einerseits ist das hochpreisige Kalbfleisch für die junge Generation kaum erschwinglich und anderseits liegt das weisse günstige Pouletfleisch etwas mehr im Trend.
Warum ist Kalbfleisch eigentlich nicht im Trend (der Konsum von Rindfleisch steigt, obwohl tendenziell teurer ist. Bei Kalbfleisch wird das aber nicht beobachtet, obwohl Kalbfleisch eigentlich hervorragend schmeckt).
Kalbfleisch ist teuerer und aufwändiger zu Kochen als beispielsweise Pouletfleisch. Kalbfleisch ist deswegen bei der jüngeren Generation nicht gleich stark nachgefragt, wie dies bei den sogenannten Golden Ager (über 50 Jährige) ist. Dazu kommt, das Kalbfleisch in unserer Qualität bei viele Immigranten kaum bekannt ist. Zusätzlich ist der Trend zu Take Away und Konvenienzprodukten aus Rindfleisch (z.B. Hamburger) gestiegen.